Ein immer wichtiger werdendes Thema ist die Virtualisierung von Betriebssystemen unter laufenden Systemen.
Nun, in erster Linie kann ich damit z.B. neue Betriebssysteme testen. Und zwar ohne mir ein Dualbootsystem einrichten zu müssen und ohne mein normales System; also das, unter dem ich gerade arbeite; verlassen zu müssen. Ich kann in dem neuen Betriebssystem arbeiten, rumspielen, surfen, einfach alles tun. Gleichzeitig kann ich aber auch in meinem normalen System eMails empfangen, in Dr.Vista Beiträge beantworten usw.
Virtualisierung ist also nichts anderes als eine Software, in die ein Betriebssystem geladen werden kann. Virtualisieren kann man zur Zeit mit 2 Microsoft Produkten, wenn man mal Hyper-V unter Server 2008 außer acht läßt. Da wären also MS Virtual Server 2005 für professionelle Nutzung und Virtual PC. Virtual PC ist die Heimanwendermethode, mit der man mal in die Welt der Virtualisierung "reinschnuppern" kann. Allerdings sind die Funktionen sowie die Bedienung doch sehr eingeschränkt. Spaß macht das zumindest mir nicht.
Microsoft Virtual Server 2005 R2 SP1 ist hingegen die Software, welche die Profis verwenden. Sie ist extrem komfortabel zu verwalten und bringt erweiterte Funktionen mit. Hier ist es möglich, ganze Netzwerke virtualisiert laufen zu lassen. Grenzen sind dem Ganzen nur durch Arbeitsspeicher (RAM) und Festplattenkapazität des Hostsystems (euer normales Betriebssystem) gesetzt.
Die Voraussetzungen für Virtual Server 2005:
Läuft leider nur unter Vista Ultimate, Business und Enterprise. 2 GB Ram sollten es unter Vista schon sein, oder aber 1GB + 2 GB ReadyBoost.
Wir brauchen hier 2 Programme dafür:
Download Microsoft Virtual Server 2005 R2 SP1
Jetzt machen wir uns an die Installation.



Nach Abschluss der Installation installieren wir die VMRC+.
Nun können wir ins Startmenü gehen - > alle Programme -> Microsoft Virtual Server, klicken den Ordner auf und rufen die Virtual Server Verwaltungswebseite auf. (Funktioniert nur mit dem IE als Standartbrowser) Hier müssen wir unser Adminkontonamen und das Passwort eingeben. Die Seite sieht dann so aus:
Dort können wir nun die erforderlichen Daten eingeben.
(Ich beschreibe mal die einfachste Art, indem man eine VHD -Virtual Hard Disk (virtuelle Festplatte) einbindet.) Im Feld Name des virtuellen Computers kommt ein Euch gefallender (aber eindeutiger) Name rein. Nun unter Arbeitsspeicher den Arbeitsspeicher für das Gastsystem zuweisen. Ich empfehle hier 256MB einzutragen. Vista als VHD läuft übrigens nur mit min. 512MB und nur ohne AERO. Weiter unten "eine vorhandene Festplatte verwenden" anklicken und den Speicherort und Namen der VHD Datei angeben. (siehe Bild) Danach, wenn unser Gastsystem auch ins Internet gehen soll oder mit unserem Hauptrechner spielen können soll, bitte unter virtueller Netzwerkadapter den Namen Eurer Netzwerkkarte eingeben, mit der Ihr ins Internet geht. (siehe Bild)
