Um es vorweg zu nehmen: nein, ich werde nicht von Microsoft bezahlt, um positive Dinge über Vista zu schreiben. Aber ich hätte mit Sicherheit auch nichts dagegen. ;-)

Vieles wurde bereits über Vista geschrieben. Es sei langsamer als XP, noch nicht ausgereift, kopieren würde ewig dauern, die Stabilität ließe zu wünschen übrig, es würde waaahnwitzig viele Ressourcen verbrauchen usw...

Ist dem wirklich so? Da ich (zugegebenermaßen) die neue Oberfläche recht schick empfand, habe ich mir einmal die Mühe gemacht und es einem knallharten Praxistest unterzogen. Hat es nun Vorteile gegenüber XP und lohnt der Umstieg? - Wir werden sehen. Wie man Vista zur korrekten Nutzung der UAC (User Account Control) einrichtet und wie sie richtig genutzt wird, erfahren Sie im UAC-Special

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Über die neue Aero-Oberfläche brauchen wir uns nicht mehr zu unterhalten, da wurde bereits genug drüber publiziert. Vorteile gegenüber XP bietet Vista jedoch reichlich, schauen wir uns mal einige näher an:

Die Vista Suche.

Suchen wird mit Vista zu einem besonderem Erlebnis, es geht definitiv wesentlich schneller wie unter XP. Als besonders angenehm empfand ich das neue Startmenü mit der Suchleiste. Zum Aufrufen der Eingabeaufforderung, der Dienste oder anderen Systemprogrammen bedarf es einen Schritt weniger. Somit wird die Arbeit schneller und effizienter.

Vista Startmenüs

Ein weiterer Vorteil ist natürlich der per default in jedem neuen Fenster angezeigte Explorer. Auch das macht das Auffinden von gesuchten Dateien wesentlich effizienter

Explorer

Kopieren von Dateien geht widererwarten absolut schneller wie noch unter XP. Auch in der Geschwindigkeit im Netzwerk hat sich einiges getan, so dass XP auch hier meiner Meinung nach keine Vorteile mehr für sich verbuchen kann.

Der für mich jedoch absolut größte Vorteil von Vista besteht darin, dass man grundsätzlich NICHT mehr als Administrator arbeitet und somit BEDEUTEND sicherer arbeitet. Auch wenn viele Leute die UAC (User Account Control) hassen, sie ist endlich ein Schritt in die richtige Richtung und bedarf nur etwas "Konfiguration" um korrekt zu arbeiten. Näheres hierzu im Vista UAC Special.

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Vistas "Ressourcenhunger".

Böses Vista. Verbraucht viel zu viel Arbeitsspeicher. Hat fast unerfüllbare Hardware Voraussetzungen. Und überhaupt auf "durchschnittlichen" Rechnern nicht einsetzbar...

*Gähn* - der english sprechende Mensch ansich würde zu diesen Argumenten ganz entspannt *such a Crap* sagen. Und das zu Recht. Schauen wir uns doch mal die genauen Systemvorraussetzungen an:

  • 1 GHz 32-Bit (x86)- oder 64-Bit (x64)-Prozessor
  • 1 GB Arbeitsspeicher
  • 40-GB-Festplatte mit mindestens 15 GB freiem Speicherplatz
  • Unterstützung für einen DirectX 9-fähigen Grafikprozessor mit:
  • mindestens 128 MB Grafikspeicher
  • DVD-ROM-Laufwerk
  • Audioausgang

Das wars. Auf einem solchen System läuft Vista übrigens sehr gut. Ich empfehle nur eine Grafikkarte mit min. 256 MB eigenem Speicher, damit Aero und Multimedia Anwendungen auch flüssig, schnell und ruckelfrei laufen. Eine solche Grafikkarte bekommt man bereits für 30.-€.

Ein Rechner mit einer solchen Konfiguration dürfte heutzutage mehr als Durchschnitt sein, eher schon ist diese Konfiguration als unterdurchschnittlich zu betrachten.

Vistas Arbeitsspeicherverbrauch (RAM) ist natürlich etwas höher als bei XP, allerdings aus dem Grund heraus, dass weniger ungenutzter Arbeitsspeicher existiert. Denn nicht genutzter RAM ist schlechter RAM. Vista lädt viele Anwendungen bereits im Vorraus in den Arbeitsspeicher, damit sie schneller bei Bedarf aufgerufen werden können. Bild der Ramnutzung Auch passiert bei Windows Vista vieles im Hintergrund, was bei XP manuell angestoßen werden müsste, z.B. die Defragmentierung... Bei mir läuft Vista z.B. auf einem Singlecore System mit nur einem GB RAM hervorragend und lässt auch bei Multitasking Anwendung noch genügend freien Arbeitsspeicher als Reserve übrig.

Da Windows Vista übrigens auf dem Kernel von Windows Server 2003 basiert, muss es schon extrem stabil sein. Somit bleibt mir nur zu sagen, dass ich Vista für ein hervorragendes und modernes Betriebssystem halte, auf das ich nicht mehr verzichten möchte.

Die Stabilität von Windows Vista.

Völlig faszinierend fand ich die absolute Stabilität von Vista in jeder Lebenslage. Seit Monaten habe ich es noch nicht einmal geschafft, Vista zum Absturz zu bringen geschweige denn eine Fehlermeldung lesen zu müssen. Verglichen mit XP ist dies ein großer Fortschritt.

Mehr fundierte Informationen über Windows Vista gibt es hier:

Vista Blog.at

Mehr über den Vista Kernel gibt es auf Microsoft Technet in einem dreiteiligen Artikel von Mark Russinovich zu erfahren.

Einblick in den Vista Kernel - Teil 1

Einblick in den Vista Kernel - Teil 2

Einblick in den Vista Kernel - Teil 3